Beyond Fluorid Logo

Initiative BEYOND FLUORID weist Darstellung im SPIEGEL zurück und fordert sachliche Debatte über Fluorid und innovative Wirkstoffe

  • BEYOND FLUORID kritisiert die Darstellung im SPIEGEL, die Initiative würde „unbegründet Ängste schüren“
  • Die Initiative versteht sich als Plattform für eine offene wissenschaftliche Diskussion über Fluoridexposition und Kariesprävention
  • Dr. Erik Schulze zur Wiesche verstärkt künftig den wissenschaftlichen Beirat der Initiative 

Die Initiative BEYOND FLUORID weist zentrale Darstellungen im Artikel „Fluorid in Zahnpasta – Wie die Initiative ›Beyond Fluorid‹ Ängste schürt“ im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zurück. Die Initiative kritisiert insbesondere die Formulierung, sie würde „unbegründet Ängste schüren“, als unangemessen und wissenschaftlich verkürzt.

„Die Darstellung, eine Initiative würde unbegründet Ängste schüren, ist problematisch“, erklärt Staatsminister a.D. Dr. med. dent. Wolfgang Heubisch, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats von BEYOND FLUORID. „Wissenschaftliche Diskussion lebt davon, auch mögliche Risiken zu betrachten und offene Fragen zu thematisieren. Es wäre im Gegenteil fahrlässig, eine Debatte über Fluorid ausschließlich auf seine Vorteile zu reduzieren und mögliche Risiken systemischer Aufnahme grundsätzlich auszublenden.“

BEYOND FLUORID versteht sich als Plattform für eine offene wissenschaftliche Diskussion über Kariesprävention, Fluoridexposition und alternative Wirkstoffe. Deshalb fördert die Initiative bei ihren Veranstaltungen ausdrücklich den fachlichen Austausch unterschiedlicher Positionen. Dass dieser offene Diskurs tatsächlich stattfindet, zeigt auch die im SPIEGEL-Artikel referenzierte Veranstaltung in Berlin, bei der unter anderem Prof. Dr. Franz-Xaver Reichl, Leiter des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der LMU München, seine wissenschaftliche Einschätzung zur systemischen Fluoridaufnahme vorgestellt hat. Ziel ist es, aktuelle Forschungsergebnisse transparent zu diskutieren und den fachlichen Dialog zwischen Wissenschaft, Medizin und Öffentlichkeit zu fördern.

Zur Einordnung der wissenschaftlichen Diskussion verweist die Initiative auf internationale Studien, die Zusammenhänge zwischen systemischer Fluoridexposition und negativen gesundheitlichen Auswirkungen aufzeigen.

„Die Zahnmedizin entwickelt sich kontinuierlich weiter“, sagt Dr. med. dent. Johanna Graf, stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Initiative. „Unser Ansatz ist keine pauschale Ablehnung. Gleichzeitig ist es wissenschaftlich nicht haltbar, die systemische Fluoridexposition und ihre möglichen Auswirkungen und die Risiken für den Körper und die Entwicklung auszublenden. Der Name Beyond Fluorid steht bewusst dafür, diese Fragen offen und evidenzbasiert zu diskutieren.“

Auch auf europäischer Ebene wird Fluorid derzeit regulatorisch erneut wissenschaftlich bewertet. So hat die französische Gesundheitsbehörde ANSES bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) ein CLH-Dossier (Harmonised Classification and Labelling) nach der europäischen CLP-Verordnung eingereicht. Darin wird vorgeschlagen, Natriumfluorid unter anderem als reproduktionstoxisch (Kategorie 1B) sowie als endokriner Disruptor für die menschliche Gesundheit zu klassifizieren. Der Vorschlag befindet sich im europäischen Bewertungsverfahren: Nach einer öffentlichen Konsultation prüft der Ausschuss für Risikobewertung (RAC) der ECHA die wissenschaftlichen Daten und gibt anschließend eine Empfehlung an die Europäische Kommission ab.

„Wir wollen genau diese laufende wissenschaftliche Diskussion offen, transparent und faktenbasiert begleiten“, erklärt Anna Katharina Heller, Mitinitiatorin der Initiative. „Eine solche Initiative trägt sich selbstverständlich nicht allein. Wir sind dankbar für die Unterstützung von Wissenschaftlern, Experten, Unternehmen und Institutionen, die sich mit Fragen der Mundgesundheit beschäftigen.“

Zu den Unterstützern zählt auch die Dr. Wolff Group, deren Leiter Forschung und Entwicklung, Dr. Erik Schulze zur Wiesche, künftig dem wissenschaftlichen Beirat der Initiative angehören wird.

„Dr. Erik Schulze zur Wiesche bringt langjährige wissenschaftliche Erfahrung in der Forschung zu Wirkstoffen der Mundgesundheit mit. Seine Expertise wird den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Initiative bereichern“, so Heller. „Die Initiative bewirbt jedoch keine einzelnen Produkte. Unser Anliegen ist ausschließlich die wissenschaftliche Debatte über Kariesprävention, Fluoridexposition und mögliche Alternativen.“

Die Initiative lädt auch weitere Vertreter aus Wissenschaft, Zahnmedizin und Gesundheitswesen ausdrücklich ein, sich an einem faktenbasierten und offenen Dialog über die Zukunft der Kariesprävention zu beteiligen.